Vernehmlassung zum Bauprogramm 2023-2026 für die Kantonsstrassen

Die Situation rund um den Strassenverkehr hat sich in den letzten Jahren nicht entspannt. Trotz grossen Bauwerken, wie z.B. dem Seetalplatz, gibt es noch immer herausfordernde Knotenpunkte im Kanton Luzern, die einen flüssigen Verkehr vor allem zu Stosszeiten verhindern. Das Bauprogramm 2023-2026 zeigt den grossen Bedarf an Sanierungen und Neubauten in allen Teilen des Kantons auf. Schlüsselprojekte müssen angepackt und zeitnah umgesetzt werden. Dabei gilt es stets die Bedürfnisse im ganzen Kanton – Stadt und Land – zu berücksichtigen.

Die FDP.Die Liberalen ist damit einverstanden, dass

  • das Bauprogramm alle 4 Jahre neu erstellt wird.
  • nur mit den bereitgestellten Geldern geplant wird.
  • alle Regionen des Kantons Luzern davon profitieren können.

Wir setzen voraus, dass kein Verkehrsmittel dem anderen vorgezogen wird. Es ist für uns von grosser Bedeutung, dass dem Güterverkehr, dem motorisierten Individualverkehr aber auch dem Langsamverkehr gute Strassen zur Verfügung stehen. Wir sind der festen Überzeugung, dass das Klimaziel Netto-Null bis 2050 nichts an der Situation auf der Strasse verändert – Strassen werden gebraucht. Die Antriebsform der Fahrzeuge wird sich zu Gunsten des Klimas verändern.

Wir stellen aber fest, dass im Strassenbauprogramm viele einzelne Teilstrecken saniert werden, ohne einen ganzheitlichen Lösungsansatz für eine ganze Region zu erkennen. Als Beispiel sei hier der Wahlkreis Willisau erwähnt: In dieser Region werden einzelne Teilstücke erneuert; das verkehrliche Hauptproblem auf der Achse Dagmersellen – Willisau – Wolhusen wird aber nicht gesamtheitlich angegangen. Dies gilt beispielhaft auch für den Wahlkreis Hochdorf: Von Emmen bis Altwis braucht es eine Gesamtlösung für die Ortsumfahrungen bzw. Ortsdurchfahrten.

Aus unserer Sicht ist es wichtig, dass hier auf die Regionalverbände und Gemeinden im ganzen Kanton eingegangen wird und ihnen aufgezeigt werden kann, wie der Kanton die zukünftigen Projekte in ihrer Region plant.

Aus dem Strassenbauprogramm nicht ersichtlich ist, wie der Kanton zukünftig mit Bahnübergängen umgeht. Hier erachten wir es als sinnvoll, diese mit der SBB Infrastruktur zu überprüfen. Die Nachfrage nach mehr öffentlichem Verkehr ist gross. Dies bedeutet auch, dass viele Bahnübergänge zeitlich mehr beansprucht bzw. für den Verkehr auf der Strasse geschlossen sind.

Grossmehrheitlich ist die FDP.Die Liberalen mit dem Bauprogramm 2023 – 2026 für die Kantonsstrassen einverstanden. Die einzelnen Bemerkungen sind der untenstehenden Vernehmlassungsantwort zu entnehmen.

Martin Birrer
Serena Büchler