Damit Eltern endlich Familie und Beruf unter einen Hut bringen

 

FDP-Delegiertenversammlung beschliesst Massnahmenpapier mit liberalen Lösungen

Die Delegiertenversammlung der FDP.Die Liberalen hat heute in Bern einstimmig das Massnahmenpapier „Liberale Weg zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ verabschiedet. Familien sollen ihr Leben möglichst frei gestalten können: Ob ein Elternteil sich ganz der Erziehung widmet oder beide teilzeit beruflich tätig sind, hat nicht der Staat zu entscheiden. Heute können aber viele Eltern Familie und Beruf nicht unter einen Hut bringen. Dies zu ändern, ist nicht nur ein Gebot liberaler Politik – sondern auch wirtschaftlich sinnvoll: Schweizer Unternehmen sind auf mehr qualifizierte Arbeitskräfte angewiesen. FDP.Die Liberalen und die FDP Frauen haben zusammen ein Massnahmenpapier mit folgenden drei Hauptzielen erarbeitet: Schweiz weit sollen genug KITA-Betreuungsplätze zur Verfügung stehen, Tagesschulen werden zur Norm, und Teilzeitstellen und Home Office sollen bis ins hohe Kader möglich sein. Mit einem Film und einer Schweigeminute gedachte die Partei ihrem verstorbenen Nationalrat Otto Ineichen, der sich mit seinem Projekt „Sperantino“ für bezahlbare Krippenplätze engagiert hatte. Zudem fassten die über 200 Delegierten praktisch einstimmig die Nein-Parole zur Passivrauchen-Initiative.

Zur Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf verabschiedete die DV konkrete Forderungen. Die wichtigsten:

 

Kindertagesstätten:

  • Förderung von Unternehmertum und Privatinitiative beim Aufbau von KITAs
  • Abbau absurder Krippenbürokratie mit Schweiz weit geltenden Minimalstandards und Förderung von Krippennetzwerken
  • Erhöhung des Steuerabzugs der Kinderfremdbetreuungskosten auf 24‘000 Franken pro Jahr und Kind
  • Einführung der Individualbesteuerung

 

Tagesschulen:

  • Schaffung einer rechtlichen Grundlage für den Aufbau von Tagesstrukturen in den öffentlichen Schulen durch die Kantone
  • Schutz privater Lösungen und Kampf gegen absurde Bürokratie wie die von der FDP abgewehrte „Tantenverordnung“

 

Flexible Arbeitsmodelle:

  • Förderung von Teilzeitstellen und Home Office durch Überzeugungsarbeit in der Wirtschaft
  • Gemischte Teams bis ins obere Kader – vermehrte Anwendung von Mentoring-Programmen

 

Die Delegierten fassten am Samstag zudem mit 173 zu 3 Stimmen bei 3 Enthaltungen die Nein-Parole zur Volksinitiative „Schutz vor Passivrauchen“. Die heutige Regelung bringt den Schutz für Nichtraucher und die Freiheit für Raucher unter einen Hut. Ein zusätzliches Verbot ist unnötig, unliberal und antiföderalistisch.

 

Bereits am Freitag hatte die Konferenz der kantonalen Parteipräsidenten (PPK) die Parolen zu den beiden übrigen Abstimmungen vom 23. September gefasst: FDP.Die Liberalen sagt Nein zur Initiative "Sicheres Wohnen im Alter". Die FDP unterstützt Wohneigentum, aber die Initiative bringt eine unfaire Ungleichbehandlung zwischen den Generationen mit sich. Denn das Wahlrecht wäre erst beim Erreichen des Rentenalters möglich. Zudem empfiehlt die FDP den direkten Gegenvorschlag zur Initiative "Jugend+Musik" aus ordnungspolitischen Gründen zur Ablehnung. Die Förderung des jugendlichen Musizierens ist eine wichtige kantonale Aufgabe und soll deshalb nicht der Bundesverfassung festgeschrieben, sondern weiterhin föderalistisch in den Kantonen geregelt bleiben.

 

Das Massnahmenpapier sowie die Filme finden Sie unter www.fdp.ch/dv.

Kontakte:

Nationalrat Philipp Müller, Präsident FDP.Die Liberalen, 079 330 20 79

Kantonsrätin Carmen Walker Späh, Präsidentin FDP.Die Liberalen Frauen, 079 575 67 66

Noé Blancpain, Kommunikationschef, 078 748 61 63

Philippe Miauton, Pressesprecher, 079 277 68 41