80 Jahre Winterstrom

Dank der FDP herrscht endlich Klarheit: Schweizer Kernkraftwerke können länger betrieben werden als bisher angenommen. Das stärkt die Versorgungssicherheit, unterstützt die Erreichung der Klimaziele und entlastet Stromverbraucher. Jetzt braucht es Politikerinnen und Politiker mit Weitsicht, die diese Chance nutzen.

Die Kernkraftwerke Gösgen und Leibstadt können bis zu 80 Jahre betrieben werden – sicher, CO₂-neutral und wirtschaftlich sinnvoll. Zu diesem Schluss kommt der Bundesrat in seinem heute veröffentlichten Bericht zu einem Postulat von FDP-Ständerat Thierry Burkart.

FDP-Co-Präsident Benjamin Mühlemann sieht im Bericht eine Bestätigung der freisinnigen Politik: «Die FDP steht für eine Energiepolitik, die funktioniert. Wir setzen als einzige Partei auf alle verfügbaren Technologien, damit Haushalte und KMU auch morgen auf eine sichere, nachhaltige und bezahlbare Stromversorgung zählen können. Dass unsere Kernkraftwerke länger laufen können, ist eine Chance, die wir nutzen müssen.»

Die Schweiz braucht Kernkraftwerke

Der Bericht dürfte auch die dogmatischen Gegner der Kernenergie und jene, die ihren Umgang mit der Technologie noch nicht gefunden haben, zu einem Umdenken bewegen. Derart offensichtlich ist der künftige Strombedarf und die drohende Versorgungslücke:  Gemäss ETH Zürich steigt der Verbrauch bis 2050 von heute rund 60 auf etwa 90 Terawattstunden. Künstliche Intelligenz, Digitalisierung und Rechenzentren werden diesen Trend eher beschleunigen als bremsen.

Gleichzeitig kommt der Ausbau der erneuerbaren Energien langsamer voran als erhofft. Dass viele Projekte ausgerechnet von jenen verzögert werden, die sich öffentlich als Vorkämpfer der Energiewende inszenieren, zeigt die Widersprüche der aktuellen Energiepolitik deutlich auf. Wer mehr erneuerbare Energien fordert, muss auch bereit sein, konkrete Projekte zu ermöglichen. Gefragt sind pragmatischen Lösungen statt ideologischen Denkverboten.

FDP-Ständerat Thierry Burkart, der den heute publizierten Bericht mit einem Vorstoss angestossen hat, hält fest: « Verschiedene Annahmen der Energiestrategie 2050 lassen sich nicht wie geplant realisieren. Ohne den Langzeitbetrieb der bestehenden Kernkraftwerke Gösgen und Leibstadt wird die Schweizer Stromversorgungssicherheit in einigen Jahren nicht mehr gewährleistetet sein. Die Politik muss daher handeln.»

Weitsicht statt Ideologie

Damit die bestehenden Werke langfristig am Netz bleiben können, braucht es Investitionen – und dafür politische Verlässlichkeit. Wer ständig über vorzeitige Abschaltungen diskutiert, schafft vor allem eines: Unsicherheit.

Für die FDP ist klar: Neben Wasser-, Solar- und Windkraft gehört auch die sichere Kernenergie zum Schweizer Energiemix. Gerade in Zeiten steigender Energiepreise brauchen Bevölkerung, Mittelstand und KMU eine Stromversorgung, die sicher, bezahlbar und klimafreundlich ist.

Wir bekennen uns deshalb zum Langzeitbetrieb der bestehenden Kernkraftwerke solange diese sicher sind und fordern die anderen Parteien auf, diesen Weg mitzutragen. Denn am Ende geht es nicht um Ideologie, sondern um etwas sehr Konkretes: Strom. Und zwar dann, wenn man ihn braucht.