Fakten statt Mythen
Falsch. Kurzfristig etwas Umstellung, langfristig weniger Aufwand.
Ja, Steuerdossiers werden einmalig getrennt - und genau dadurch entfallen künftig abertausende administrative Anpassungen bei Heirat, Scheidung oder Todesfällen. Die Verfahren werden einfacher und sind besser zu digitalisieren. Die Reform reduziert die Komplexität, statt sie zu erhöhen. Das bestätigt der Städteverband, der die Vorlage unterstützt und dessen Steuerämter der Individualbesteuerung gelassen entgegenblicken. Sie freuen sich auf ein vereinfachtes Steuersystem
Ergebnis: Eine Person, eine Steuererklärung – über alle Jahre der Steuerpflicht.
Falsch. Eine klare Mehrheit der Bevölkerung profitiert.
- Rund 50 % aller Steuerpflichtigen zahlen weniger Steuern
- Bei 36 % ändert sich nichts
- Nur 14 % zahlen moderat mehr. Hauptsächlich sehr hohe Einverdiener-Einkommen mit heutigem Heiratsbonus.
Die Individualbesteuerung richtet sich nicht gegen Familienwerte. Sie beseitigt einzig und allein die Benachteiligung von verheirateten Doppelverdienern. 600 Millionen Franken Steuergelder muss die Bevölkerung künftig weniger abliefern. Gerade in Zeiten steigender Lebenshaltungskosten ist das ein bedeutender Schritt.
Ergebnis: Weniger Steuern auf Einkommen – das ist beispiellos.
Falsch. Alle Lebensmodelle werden endlich gleichbehandelt.
Die Individualbesteuerung schreibt kein Familienmodell vor. Sie sorgt lediglich dafür, dass Erwerbsarbeit nicht länger steuerlich bestraft wird. Familien entscheiden weiterhin frei über Arbeitsteilung und Betreuung.
Heute entscheidet das Steuersystem, ob ein Paar heiratet und ob weniger oder mehr Erwerbsarbeit geleistet wird. Künftig haben Steuern in der Ehe nichts mehr zu suchen.
Ergebnis: Gleiche Steuern für gleichen Lohn, unabhängig vom Zivilstand.
Falsch. In manchen Kantonen beträgt die Mehrbelastung für Familien mehr als 25 Prozent
Mit dem Splitting wird die Heiratsstrafe nicht abgeschafft. Die Kantone haben es bis heute nicht geschafft, mit Tarifkorrekturen die Heiratsstrafe abzuschaffen. Die Splittingmodellen verursachen eine massive Besserstellung von «Alleinverdienerehepaaren». Nur mit der Individualbesteuerung beginnt der Steuersatz für das zweite Einkommen wieder bei Null. Arbeiten lohnt sich dann endlich auch für das zweite der beiden Einkommen.
Ergebnis: Nur die Individualbesteuerung schafft die Heiratsstrafe konsequent ab.
Falsch. Die heutige Heiratsstrafe ist verfassungswidrig und ungerecht.
Verheiratete Paare mit zwei Einkommen zahlen heute oft mehr Steuern als unverheiratete Paare mit gleichem Einkommen. Diese Ungleichbehandlung besteht seit Jahrzehnten. Die Individualbesteuerung setzt das verfassungsmässige Prinzip der Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit konsequent um.
Die Individualbesteuerung:
- beendet die Heiratsstrafe konsequent
- stärkt Eigenverantwortung und Gleichstellung
- passt das Steuersystem an die Realität heutiger Lebensformen an
Ergebnis: Mehr Gerechtigkeit. Mehr im Portemonnaie von der Arbeit.
Die Individualbesteuerung ist kein ideologisches Projekt, sondern eine pragmatische Modernisierung unseres Steuersystems. Sie
- schafft die Heiratsstrafe konsequent ab
- entlastet den Mittelstand um 600 Millionen Steuerfranken
- entlastet die Mehrheit der Bevölkerung
- vereinfacht Verwaltung und Verfahren
- stärkt Arbeitsanreize und Fachkräftepotenzial