AHV 21

Aufgrund der demografischen Entwicklung weist die AHV Jahr für Jahr immer grössere Defizite auf. Zur Zeit der Einführung der AHV kamen auf einen Rentner 6,5 Erwerbstätige, heute sind es nur noch 3,4 und in 30 Jahren wird das Verhältnis 2:1 sein. Wenn jetzt nichts unternommen wird, übersteigen die Ausgaben die Einnahmen bis 2030 um 4,3 Milliarden Franken. Unter diesen Bedingungen müssen wir alles tun, um das Niveau der 1. Säule zu garantieren!

Unser Ziel

Eine einfache Reform, die die Finanzen der AHV in den nächsten Jahren stabilisiert und das Rentenniveau sichert!


Unser Plan

MwSt.

Die FDP spricht sich dafür aus, über eine moderate Erhöhung der Mehrwertsteuer (0,3%) zusätzliche Mittel in die AHV zu leiten. Eine massive Erhöhung wäre aus zwei Gründen problematisch:

  1. Es wäre zum Nachteil der jüngeren Generationen, die länger Beiträge leisten müssten.
  2. Es würde unsere Wirtschaft stark belasten, was gerade in der aktuellen wirtschaftlichen Situation unbedingt vermieden werden muss.

Angleichung des Rentenalters auf 65.

Die FDP unterstützt die Angleichung des Renteneintrittsalters auf 65 Jahre. Allerdings müssen die direkt betroffenen Frauen eine substanzielle Entschädigung erhalten, und diese Entschädigung muss den unteren Einkommensgruppen in grösserem Umfang zugutekommen.

    Flexibilisierung.

    Die Renten - AHV und BVG – sollen in 20%-Schritten bezogen werden. Dadurch wird ein reibungsloser Übergang in den Ruhestand gewährleistet und der Anteil der Erwerbstätigen über dem Referenzalter erhöht.


    Rentenunterschied zwischen Männern und Frauen

    In der AHV gibt es keinen signifikanten Unterschied zwischen den Renten von Männern und Frauen (S. 3-4 AHV-Statistik 2019). Das Problem liegt woanders und muss über zwei Hebel angegangen werden:

    1. Die Beschäftigungsquote von Frauen muss weiter steigen. Dazu trägt auch die eidgenössische Volksinitiative der FDP-Frauen "Für eine Individualbesteuerung unabhängig vom Zivilstand (Initiative für faire Steuern)" bei, die eine Doppelbeschäftigung eines Paares steuerlich attraktiver machen soll.
    2. Teilzeitbeschäftigte sollten besser durch die 2. Säule abgedeckt werden, indem der Koordinationsbetrag reduziert oder gestrichen wird. Dieser Schritt muss bei der BVG-Reform 2021 unbedingt gemacht werden!

    Nächster Schritt

    Die sehr bescheidene AHV21-Reform dürfte die Finanzen der ersten Säule in den kommenden Jahren stabilisieren. Eine Strukturreform muss aber schnell eingeleitet werden. Die Jungfreisinnigen Schweiz zeigen mit ihrer eidgenössischen Volksinitiative "Für eine sichere und nachhaltige Altersvorsorge (Renteninitiative)" den Weg auf.







    News

    AHV21 - Die Vorlage der SGK-S ist nicht mehrheitsfähig

    Die Reformvorlage AHV 21 muss das finanzielle Gleichgewicht der AHV bis 2030 sichern und das Leistungsniveau der Altersvorsorge erhalten. Die AHV schreibt durch die demografische Entwicklung von Jahr zu Jahr grössere Defizite. Die FDP wehrt sich gegen eine Reform auf dem Buckel der Jungen und setzt sich für echte und gezielte Kompensationen für Frauen ein. Angesichts der finanziellen Situation der AHV und der Dringlichkeit der Reform darf sich die Vorlage nur auf die wesentlichen Elemente zum Erhalt des Leistungsniveaus und der Sicherung der Finanzierung der AHV fokussieren. Einen Leistungsausbau mit der Erhöhung des Ehepaarplafonds kommt deshalb nicht in Frage.

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