Vision und Koordination für eine digitale Bundesverwaltung

Die Digitalisierung verändert unser Leben nachhaltig und benötigt ein Neudenken von Prozessen und Organisation sowohl in der Privatwirtschaft als auch im öffentlichen Sektor. Auch die Bundeverwaltung hat die Chancen der Digitalisierung erkannt und bereits einige interessante Projekte lanciert, die sowohl der Bevölkerung, den Unternehmen und den Kantonen Vorteile bringen können, indem Prozesse vereinfacht werden.

Zu erwähnen wäre etwa das Projekt DaziT (Link), mit dem die Zollabwicklung erleichtert wird. Nichtdestotrotz stellt die Digitalisierung eine Veränderung dar, die mit grossen Herausforderungen verbunden ist. Um diese einschneidenden Veränderungen erfolgreich zu meistern, braucht es eine gemeinsame Vision, adäquate Strukturen und eine klare Koordination der Aufgaben. Momentan fehlt in der Bundesverwaltung ein entsprechendes übergeordnetes Organ. Ohne eine angemessene Führung besteht aber das Risiko einer lückenhaften und unvollständigen Implementierung innovativer Prozesse auf der Grundlage neuer Technologien.

Eine organisatorische Einheit

Aus diesem Grund bin ich zur Tat geschritten und habe mit einer parlamentarischen Motion beantragt, eine organisatorische Einheit in der Bundesverwaltung zu definieren, die alle Digitalisierungs-Prozesse koordinieren soll. Diese Steuerungseinheit soll interdepartemental angelegt  sein, eine gemeinsame Vision verbreiten und sich um eine einheitliche Implementierung der Digitalisierungs-Prozesse in der ganzen Bundesverwaltung kümmern.

Eine digitale Bundesverwaltung ist heutzutage notwendig und nützt der ganzen Gesellschaft: Sie vereinfacht die Beziehungen zur Bevölkerung, zu den Kantonen und den Unternehmen indem sie administrative Abläufe verschlankt und entbürokratisiert. Reiten wir deshalb die Welle des Fortschritts und setzten wir uns für eine innovativere Bundesverwaltung ein.

Link: https://www.parlament.ch/it/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20183553