Im März hat die Regierung über das weitere Vorgehen im Spital Wolhusen informiert. Die Hintergründe und die Überlegungen, welche zu diesem Entscheid geführt haben, sind unbekannt. Die FDP.Die Liberalen Luzern fordert von der Regierung nun Transparenz. Eine sachliche und zukunftsorientierte Diskussion ist mit der aktuellen Ausgangslage nicht möglich.

Die FDP setzt alles daran, dass Projekte wie die Spitalplanung Wolhusen sachlich und zukunftsorientiert diskutiert werden und die Öffentlichkeit in die Diskussion miteinbezogen wird. Um eine sachliche Diskussion zu ermöglichen, ist eine transparente Information der Überlegungen der Regierung wichtig. Bisher hat die Regierung mittels einer Medienmitteilung über das weitere Vorgehen im Spital Wolhusen informiert. Der dazugehörige Regierungsratsbeschluss ist geheim. Mit dieser Ausgangslage kann keine sachliche Diskussion entstehen. Die Reaktionen insbesondere aus dem Einzugsgebiet des Spitals Wolhusen auf die Kommunikation des Regierungsrats zeigen dies.

Die Strategie der Regierung in Bezug auf die künftige Entwicklung der Regionalspitäler ist unklar. Die FDP gelangt deshalb mit einer Anfrage an die Regierung und möchte die grundlegenden Überlegungen, welche zur aktuellen Spitalplanung in Wolhusen geführt haben, klären. Die Zahlen- und Faktenbasis des Entscheids zum Verzicht auf eine Geburtenabteilung und eine Intensivpflegestation sowie die Mehrkosten bei einer Beibehaltung müssen transparent sein. Die FDP fordert weiter, dass der Einfluss der Personalsituation und der Patientenströme auf die Spitalplanung aufgezeigt wird. Auch der Einfluss des reduzierten Leistungsangebots auf die gemeinwirtschaftlichen Leistungen des Spitals Wolhusen soll geklärt werden. Diese Anfrage ist für den Regierungsrat somit auch eine Chance, die Hintergründe, welche zu seinem Entscheid führten, nach aussen zu kommunizieren.  

Seit dem letzten Planungsbericht zur Gesundheitsversorgung im Jahr 2015 hat sich das Gesundheitswesen stark verändert. Transparente Informationen zur aktuellen Einschätzung der Regierung betreffend Spitalplanung gewinnen dadurch zusätzlich an Bedeutung.

Jim Wolanin
Maurus Zeier