Altersvorsorge

Unser Drei-Säulen-System ist international einzigartig und wir können stolz darauf sein.

Doch das System steht aufgrund des demografischen Wandels vor grossen Herausforderungen. Nicht zuletzt deshalb ist die Altersvorsorge denn auch eine der Hauptsorgen der Bevölkerung. Es ist die Aufgabe unserer Generation, die Altersvorsorge zu sichern und weiterzuentwickeln, so dass auch künftige Generationen noch von den gleichen Vorsorgeleistungen profitieren können wie wir heute.

Ziele

Flexibles Vorsorgesystem: Starre Systeme gehören der Vergangenheit an.

Die Nachhaltigkeit der Finanzierung muss im Zentrum stehen.Bei der Anlagepolitik in der Altersvorsorge werden auch ökologische Nachhaltigkeitsaspekte beachtet.

Schrittweise Abschaffung der Quersubventionierungen von Jung zu Alt in der beruflichen Vorsorge. Für Junge soll das ab Eintritt stattfinden.

Ausgewogenheit: Die Arbeit darf nicht übermässig verteuert werden. Es braucht ausgewogene Massnahmen auf der Beitrags – und der Leistungsseite. Soziale Nachhaltigkeit erfordert insbesondere auch eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung.

Mittelfristige Forderungen

› Erhöhung des Rentenalters auf 66 und schrittweise Anpassung an die Lebenserwartung. Es wird auf die verschiedenen Arbeitsrealitäten in der 1. und 2. Säule Rücksicht genommen.

› BVG: Liechtensteiner Modell als möglicher Weg, mit keinem politisch beeinflussbaren Mindestumwandlungssatz oder Mindestzins, dafür einem Auftrag an die Vorsorgeeinrichtungen, prioritär für die Erreichung des verfassungsmässigen Ziels zu sorgen. Die Politik legt das Ziel fest, die Sozialpartner sind für die Umsetzung verantwortlich.

› Freie Wahl der Pensionskasse, unter Einbezug des Arbeitgebers. Der Versicherte darf verstärkt – nämlich nicht nur über die Stiftungsräte seiner Pensionskasse sondern auch als Einzelperson – bei der Anlagepolitik mitreden. Er ist zum Sparen gezwungen und sollte somit auch mitentscheiden können.

› Abschaffung des Koordinationsabzugs in der beruflichen Vorsorge zwecks Verbesserung der Vorsorge von Teilzeiterwerbstätigen, insbesondere Frauen.

Einheitliche Beitragssätze für alle Generationen, um die Arbeitsmarktchancen älterer Arbeitnehmenden nicht zu untergraben. Harmonisierung der Zugangsbedingungen zu BVG und AHV.

Keine neuen Umverteilungsinstrumente zulasten der Jungen.

Neue Wege für die 3. Säule:  Im Zentrum sollen dabei nicht nur Steuervorteile stehen.

Langfristige Forderungen

› Einführung einer zivilstandsunabhängigen Altersvorsorge, als Antwort auf die Sorgen der Frauen bzgl. Absicherung und als Antwort auf die gesellschaftlichen Entwicklungen. Das Rentensystem muss sich an der Geschlechtergleichheit und der Gleichwertigkeit unterschiedlicher Lebensformen ausrichten.