Intelligente Automatisierung soll Bundesverwaltung effizienter machen

Das digitale Zeitalter bringt technologische Möglichkeiten mit sich, die unsere Arbeit erleichtern. Unternehmen können immer effizienter werden – nur die Verwaltung bewegt sich kaum! Dabei würden intelligente Prozesse ihre Mitarbeiter entlasten und Kosten sparen. Der neuste Vorstoss der FDP-Liberale Fraktion weist den Weg dorthin.

Das Parlament hat die Zahl der Vollzeitstellen beim Bund auf 35‘000 plafoniert. Doch die Aufgaben werden nicht weniger. Die Mitarbeitenden der Verwaltung sind oftmals mit umständlichen und veralteten Prozessen beschäftigt, statt sich mit ihren eigentlichen Aufgaben zu befassen. Die Steuerzahler haben das Nachsehen, denn Abläufe sind zu bürokratisch, langwierig und teuer.

Es ist darum höchste Zeit, dass die Verwaltung effizienter wird, so wie sich auch eine Firma ständig optimieren muss. Durch Effizienzgewinne können die Mitarbeitenden der Verwaltung entlastet und die vorhandenen Ressourcen auf das Wesentliche konzentriert werden. Das steigert die Qualität der Dienstleistung und kommt den Bürgern direkt zugute.

Die Schweizerische Verwaltung zögert noch

Im Ausland werden Algorithmen und Systeme künstlicher Intelligenz (KI) längst in die Steuerungs- und Entscheidungsprozesse der öffentlichen Verwaltung einbezogen. Im deutschen Bundesamt für Migration und Flüchtlinge beispielsweise wird KI beim Auslesen von Schriftstücken erprobt.

Immerhin, es gibt auch hier einzelne Leuchtturmprojekte, die Mut machen. Mit „DaziT“ beispielsweise soll die gesamte Zollabwicklung bis 2026 volldigitalisiert werden. Grenzformalitäten können in Zukunft online abgewickelt werden. Das senkt Kosten für die Zollverfahren auf Seiten der Wirtschaft und seitens Zollverwaltung erlaubt es effektivere Zollkontrollen – also die Bündelung der Ressourcen auf die Kernaufgaben.

FDP-Vorstoss beauftragt Bundesrat, vorwärts zu machen

Trotz der bekannten positiven Effekte ist die Schweiz aber immer noch zu zögerlich im Bereich Prozessautomatisierung. Der Bund hat zwar Schritte angekündigt, aber er bleibt weiterhin vage. Es ist wichtig, dass er dem Parlament konkreter aufzeigt, in welchen Bereichen er tätig werden will.

Die FDP hat diese Woche darum einen Fraktionsvorstoss eingereicht. Der Bundesrat wird damit beauftragt, zu prüfen und Bericht zu erstatten, wie die Effizienz von Verwaltungsprozessen mithilfe von Prozessautomatisierung und Künstlicher Intelligenz (KI) optimiert werden kann. Damit zeigt die FDP erneut auf, wie die Chancen der Digitalisierung zum Nutzen der Allgemeinheit umgesetzt werden können.