Die Forderungen der WBK-Deputation für die Schweizer Forschung

Letzte Woche wurde bekannt, dass die Europäische Kommission die Schweiz beim EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation «Horizon Europe» und damit verbundenen Programmen und Initiativen bis auf Weiteres als nicht-assoziierten Drittstaat behandeln wird. In der Schweiz angesiedelte Spitzenforschung ist für die Attraktivität des Forschungs-, Innovations- und Wirtschaftsstandorts Schweiz von erheblicher Bedeutung und dieser Entscheid der EU trifft die Schweizer Forschung empfindlich.

Die WBK-Deputation der FDP-Liberalen Fraktion stellen daher folgende Forderungen:

  1. Das primäre Ziel muss weiterhin die Vollassoziierung der Schweiz an «Horizon Europe» bleiben: Die entsprechenden Verhandlungen sind schnellstmöglich aufzunehmen.
  2. Ein dringliches Massnahmenpaket muss verabschiedet werden, welches es der Schweiz ermöglicht, sich weltweit als ein Exzellenzstandort für Forschung und Innovation zu etablieren. Diese Massnahmen müssen bereits während der Übergangsphase bis zur Vollassoziierung an Horizon Europe greifen. Sie sollen darüber hinaus bestehen bleiben, um die Konkurrenzfähigkeit des Schweizer Forschungsstandorts längerfristig zu erhalten und auszubauen:
    • Die Schweizer Universitäten, ETH und Fachhochschulen erhalten zu diesem Zweck die notwendigen Mittel, um internationale Wettbewerbe zu den zukunftsträchtigsten Fragestellungen auszuschreiben und durchzuführen. Diese sollen besser finanziert sein als diejenigen der EU und damit die weltweite Spitze der Forschung in die Schweiz ziehen.
    • Das Startup-Programm der Innosuisse wird ausgebaut und steht sowohl Schweizer als auch europäischen Startups offen. Ziel ist ein Schweizer Hub für die vielversprechendsten Startups weltweit.
    • Die Schweiz muss weiterhin ausserhalb der EU Kooperationen mit bestehenden oder neuen Forschungspartnern eingehen (UK, USA, Singapur, Südkorea, Japan etc.)