Ja zur Renteninitiative

Um was geht es?

Seit 1948 zahlt die AHV Monat für Monat zuverlässig AHV-Renten an Rentnerinnen und Rentner aus. Doch die AHV gerät zunehmend in eine finanzielle Schieflage und steht vor drei grossen Herausforderungen: Wir leben immer länger, die Geburtenrate sinkt und in den nächsten zehn Jahren werden über eine Million Erwerbstätige der sogenannten Babyboomer-Generation pensioniert. Die Folge: Immer weniger Erwerbstätige finanzieren die AHV-Renten von immer mehr Rentnern. Haben bei der Einführung der AHV-Renten noch 6.5 Erwerbstätige die Rente einer Person finanziert, finanzieren heute – 75 Jahre später – noch knapp drei Erwerbstätige die Rente von einer Person. Tun wir nichts, sind die AHV-Renten gefährdet. Die Renteninitiative wirkt dieser Entwicklung entgegen und stellt die AHV-Finanzen wieder auf eine nachhaltige Basis – ohne Rentenkürzungen, ohne zusätzliche Steuern und ohne weitere Verschuldung. Davon profitieren aktuelle und künftige Rentnerinnen und Rentner – also unsere Kinder und Enkel.

Inhalt der Renteninitiative

Letztlich existieren vier Optionen zur Sicherung unserer AHV-Rente: Rentenkürzungen, Mehrwertsteuer- oder Lohnabgabenerhöhungen oder die Erhöhung des Rentenalters. Rentenkürzungen und die weitere Erhöhung von Mehrwertsteuer oder Lohnabgaben gilt es zu vermeiden. Es sind kurzfristige Massnahmen, die tiefere Einkommen und Junge belasten. Die zentrale Stellschraube zur Sicherung der Renten ist das Rentenalter: Die Renteninitiative sichert die AHV langfristig, indem sie das Rentenalter in einem ersten Schritt bis 2033 für Männer und Frauen auf 66 erhöht und anschliessend das Rentenalter mit der Lebenserwartung verknüpft . So wird das Rentenalter entpolitisiert und die Renten bleiben auch in Zukunft gesichert.

Die Renteninitiative in zwei Schritten:

1. Die Erhöhung des Rentenalters von Männern und Frauen auf 66 Jahre bis 2033

› Die genaue Umsetzung nach Annahme der AHV 21 hängt vom Bundesrat ab.

› Ausnahmen für ein tieferes Rentenalter bleiben möglich. Zum Beispiel gibt es Abmachungen für tiefere Rentenalter mit Sozialpartnern in der Baubranche

2. Die Verknüpfung des Rentenalters mit der durchschnittlichen Lebenserwartung im Alter von 65 Jahren

› Die Anpassung erfolgt jährlich in Schritten von höchstens zwei Monaten und betroffene Personen werden fünf Jahre vor Erreichen des Rentenalters informiert.

› Das Rentenalter steigt nicht parallel mit der Lebenserwartung, sondern mit dem Faktor 0,8. So verbringen wir auch in Zukunft mindestens 20% des Lebens im Ruhestand.

Die Hauptargumente

Wir leben immer länger, die Geburtenrate sinkt und in den nächsten zehn Jahren werden über eine halbe Million Erwerbstätige der sogenannten Babyboomer-Generation pensioniert. Die Folge: Immer weniger Erwerbstätige finanzieren die AHV-Renten von immer mehr Rentnern. Die AHV gibt also langfristig mehr aus als sie einnimmt. Unternehmen wir nichts gegen das sinkende Umlageergebnis, schreibt die AHV bereits ab 2029 rote Zahlen und 2050 beträgt das Defizit über zehn Milliarden Franken pro Jahr! Dieses Defizit müsste mithilfe von höheren Lohnbeiträgen und einer höheren Mehrwertsteuer gedeckt werden. Sprich, die Menschen erhalten weniger Lohn und müssen mehr für Güter und Dienstleistungen ausgeben. Die Renteninitiative wirkt dieser Entwicklung entgegen und stellt die AHV-Finanzen wieder auf eine nachhaltige Basis. So halbiert sich das AHV-Defizit durch die Renteninitiative und sobald die Babyboomer-Generation den Renteneintritt hinter sich haben, stabilisiert sich das Umlageergebnis zunehmend und nachhaltig.

Weil wir immer älter werden, müssen wir zwingend etwas tun. Ohne Gegensteuer drohen Mehrwertsteuererhöhungen, mehr Lohnabgaben oder eine höhere Verschuldung. Länger leben, heisst deshalb auch länger arbeiten. Eine moderate Verknüpfung des Rentenalters mit der steigenden Lebenserwartung ist fair für alle Generationen.

Was aber ist mit Personen, die in körperlich beschwerlichen Berufen arbeiten? Wir unterstützen Branchenlösungen, wie es sie heute im Bau gibt, wo Bauarbeiter bereits früher in Pension gehen können.

Letztlich existieren vier Optionen zur Sicherung unserer AHV-Rente: Rentenkürzungen, Mehrwertsteuer- oder Lohnabgabenerhöhungen oder die Erhöhung des Rentenalters. Rentenkürzungen und die weitere Erhöhung von Mehrwertsteuer oder Lohnabgaben gilt es zu vermeiden. Es sind kurzfristige Massnahmen, die tiefere Einkommen und Junge belasten. Die zentrale Stellschraube zur Sicherung der Renten ist das Rentenalter. Ohne den Mut, das Rentenalter zu erhöhen, bleiben vermeintlich grosse AHV-Reformwürfe nur ein Tropfen auf den heissen Stein. Ein höheres und flexibles Rentenalter liefert die langersehnte strukturelle Reform: Die Anzahl Rentner pro Beitragszahler verkleinert sich und die Einnahmen aller Altersvorsorgesystemen steigen. 

Die Initiative ist moderat - besonders im internationalen Vergleich. Dänemark, die Niederlande, Belgien, Deutschland und viele weitere Staaten haben beschlossen, das Rentenalter innerhalb der nächsten 10 Jahre auf 67 oder mehr zu erhöhen. Mit der Renteninitiative steigt das Schweizer Rentenalter hingegen nur auf 66 Jahre bis ins Jahr 2033. Das Anliegen der Renteninitiative ist somit moderat und sozial.

Ein zusätzlicher Effekt der Renteninitiative: Sie reduziert die Zuwanderung in die Schweiz. Laut einer Studie im Auftrag des Bundes kann die Renteninitiative zu einem Rückgang der Zuwanderung in den Arbeitsmarkt um bis zu 23 Prozent bis ins Jahr 2050 führen. Der Grund: Arbeitgeber können verstärkt auf inländische Fachkräfte zurückgreifen.

Fazit

Die FDP.Die Liberalen stimmt der Renteninitiative zu, weil ...

  • ...die veränderte Demografie dringend eine Anpassung des Rentenalters erfordert,
  • ...die Verknüpfung des Rentenalters mit der Lebenserwartung für eine nachhaltig finanzierte AHV sorgt,
  • ...alle Generationen für den Erhalt unserer Altersvorsorge anpacken müssen.

Bestellen Sie jetzt Ihr Testimonial

Formular

**Mit der Anmeldung erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihre Daten in unseren Kampagnentools speichern und bearbeiten sowie Ihre Aktivitäten mit uns in den Sozialen-Medien damit verlinken. Wir werden Sie von Zeit zu Zeit über unsere Aktivitäten informieren. Sie können Ihre Zustimmung jederzeit widerrufen. Es gelten unsere Datenschutzbestimmungen.