Notwendige zweite Röhre des Gotthard-Strassentunnels

geschrieben von Kurz Fluri, Nationalrat FDP, Stadtpräsident, Solothurn

Um die notwendige bauliche Sanierung des Gotthard-Strassentunnels zu realisieren, bieten sich grundsätzlich 2 Varianten an: Eine Sanierung ohne 2. Röhre bedingt eine Totalsperrung während

2 ½ Jahren. Eine Teilöffnung während der Sommermonate verlängert die Sperrung um rund 1 Jahr.

Die wichtigste flankierende Massnahme wäre die Erstellung einer Kurz-ROLA (Rollende Landstrasse) für den Güterverkehr und ein PW-Verlad durch den Gotthard-Eisenbahnscheiteltunnel.

 

Die Variante 2 mit dem Bau eines zweiten Strassentunnels würde die Sanierung zeitlich hinausschieben, hätte demzufolge gewisse Überbrückungsmassnahmen am bestehenden Tunnel zur Folge und würde insgesamt rund 2.8 Mia. Franken kosten. Die Variante ohne 2. Tunnel kostet zwischen 1.2 und 2 Mia. Franken (Totalsperrung oder Sommer-Unterbruch).

 

Die Investitionen für die ROLA mitsamt der Errichtung von Verladestationen in Uri und Tessin nur für diese doch relativ kurze Zeit wären aber wenig nachhaltig - abgesehen von der Frage, ob die Landeigentümer, welche ihr Land für den Bau der NEAT in Pacht zur Verfügung stellen, bereit wären, dies auch für die Sanierung des Strassentunnels zu tun.

 

Der Bau einer 2. Röhre hätte dagegen bleibenden (Infrastruktur-) Wert, der für unser Land mit den Zentralalpen als permanente Herausforderung für die Verkehrspolitik langfristig gesehen von Nutzen wäre.Die Kriterien der Verkehrssicherheit und der Redundanz kommen dazu. Den Bedenken, damit würde der verfassungsgemässe Alpenschutz aufgeweicht, kann mit der Verankerung der 2. Röhre im referendumsfähigen Strassentransitverkehrsgesetz begegnet werden. Verkehrstechnisch ist es ohne weiteres möglich, die beiden Röhren mit nur je einer Fahrtrichtung und bloss einspurig befahren zu lassen. Der Gewinn an Verkehrssicherheit ist damit evident. Die Behauptung, mit einer effizienteren Verkehrsverlagerungspolitik wäre die Sanierung ohne grössere Probleme möglich, ist blauäugig. Der Alternativvorschlag eines dritten Eisenbahntunnels als Ersatz ist bereits terminlich unrealistisch.

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Kommentare   

 
-1 # Guest 2012-07-25 00:06
2017: Bereits nach der Eröffnung des Basistunnels wird die gegenwärtige Eisenbahnlinie weder mit Fracht- noch mit Schnellzügen befahren. Sie wird wertlos, sie bringt kein Geld mehr ein und ihre Bewirtschaftung ist sehr aufwendig. Fährt keine Eisenbahn mehr durch den Tunnel, ist es besser, ihn in einen Straßentunnel umzubauen: Er eignet sich dazu.
Der Umbau kostet etwa 800 Millionen (inkl. Sicherheitstoll en), dauert etwa drei Jahre (hundert gleichzeitige Angriffspunkte) . Wenn eine Stilllegung des Straßentunnels sicher nicht spurlos an den Wirtschaften der Kantone Uri, Graubünden und Tessin vorbeigehen wird, ist feststehend, dass sie mit der einzigen Schließung des Bahnscheiteltun nels nach der Inbetriebnahme des Basistunnels nicht benachteiligt werden.
2020: Die Sanierung des heutigen Strassentunnels kann beginnen. Sie kostet noch etwa 600 Millionen. Mit insgesamt nur 1,4 Milliarde sind in 2023 die zwei Röhre realisiert, ohne irgendwelche Störung für die Nachbarkantone.
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-5 # Guest 2012-08-01 06:37
Der Bau einer zweiten Röhre wäre ein grundlegender Eingriff in die Volksmeinung und deshalb alles andere als liberal.Mit dem Bau einer zweiten Röhre, welche wie Frau Leuthard heuchelte, nur einspurig befahren werden soll, würde der Druck de EU sicher noch grösser und das Abweichen vom Volkswillen nur grösser. Mit welchen Forderungen der EU gegenüber, oder den mächtigen EU-Staaten möchte die Schweiz paroli bieten? Ein altes Sprichwort sagt, dass Nehmen seliger sei als Geben. Diesen Spruch macht sich die EU der Schweiz gegenüber schon längstens wahr.
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0 # Guest 2012-08-02 08:16
Eine 2.Röhre, zweispurig fahrbar bringt Vorteile für die ganze Schweiz und allen mobilen Schweizbesucher n. Das Tessin würde enorm profitieren. Wir dürfen vor der Realität nicht halt machen. Zeigen wir uns mutig und bauen diese Infrastruktur.
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-1 # Guest 2012-08-16 15:00
Eine zweite Röhre wäre auch gut für die Zukunft (auch für zukünftige Sanierungen!). Sie sollte aber zweispurig befahrbar sein, sowie sollte eine Mautgebühr verlangt werden. Meiner Meinung nach sollte die Röhre privat finanziert werden.
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-2 # Guest 2012-09-06 20:55
Wo ist mein Kommentar, der seit mehrere Wochen hier steht?
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-1 # Guest 2012-09-06 21:02
2017: Nach Eröffnung des Basistunnels wird die alte Bahnlinie weder mit Fracht- noch mit Schnellzügen befahren. Der Bahntunnel wird wertlos. Er wird in einen Straßentunnel umgebaut. Der Umbau kostet 800 Millionen, dauert drei Jahre (viele Angriffspunkte) . 2020: Die Sanierung des Strassentunnels beginnt. Sie kostet 600 Millionen. 2023: Die beiden Röhre sind fertig, ohne irgendwelche Verkehrstörung.
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-3 # Guest 2012-09-06 21:24
Warum wird mein Kommentar nicht publiziert?
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