Werden Reiche wirklich immer reicher?

geschrieben von Albert Vitali, Nationalrat LU

Dieser Tage ist die Unterschriftensammlung für die Initiative „Für ein bedingungsloses Grundeinkommen“ gestartet. Wie grundsätzlich beim Sozialismus, wurde auch hier wieder ein ganz wichtiger Faktor vergessen: der Faktor Mensch. Die Initianten gehen davon aus, dass der Mensch gerne und freiwillig arbeitet. Der Mensch arbeitet nämlich nicht nur, weil er es gerne macht, sondern teilweise auch, weil er aus finanziellen Gründen muss. Warum soll ich arbeiten gehen, wenn ich keine Lust habe? Könnte ich meine Stelle verlieren, wenn ich nicht zur Arbeit erscheine? Das ist doch egal, ich habe ja mein Grundeinkommen. Für Arbeitgeber ist ein bedingungsloses Grundeinkommen fatal. Sie könnten nicht mehr damit rechnen, dass ihre Mitarbeiter jeden Morgen zur Arbeit kommen. Der Unternehmer hat keine Sicherheit, kann nicht planen und auch nicht verkaufen.

 

Der Grund für diese Initiative ist wahrscheinlich, dass die Initianten denken, die Reichen werden immer reicher, die Armen immer ärmer. Doch ist dem wirklich so? Mitnichten. Wenn man die Einkommensentwicklung anschaut, erkennt man, dass die tiefsten Einkommen in den letzten Jahren die höchsten Lohnzuwachse hatten. Gemäss Bundesamt für Statistik gibt es immer weniger Personen, die armutsgefährdet sind. Dies trotz Finanzkrise und obwohl es im Ausland anders aussieht. Schuld daran, dass das verfügbare Einkommen bei allen abgenommen hat, sind die höheren Sozialversicherungsbeiträge und die steigenden Krankenkassenprämien. Weil wir dort keine Reformen angehen, steigen diese Abgaben immer weiter. Steigende Einkommensunterschiede sind auch nicht auf ungerechte Lohnsysteme zurückzuführen, sondern gemäss OECD auf die Bildungsunterschiede in den einzelnen Ländern. Es ist daher sehr wichtig, dass die Schweiz weiterhin in ihr gutes Bildungssystem investiert. Insbesondere in die duale Berufsbildung, unsere Spitzenuniversitäten und die laufende Weiterbildung. Damit die Einkommensunterschiede nicht steigen.

PLG_ITPSOCIALBUTTONS_SUBMITPLG_ITPSOCIALBUTTONS_SUBMITPLG_ITPSOCIALBUTTONS_SUBMITPLG_ITPSOCIALBUTTONS_SUBMIT

Kommentare   

 
+1 # Guest 2012-05-24 09:04
Wie kann die FDP solch ein Mist erzählen und sagen es stimme nicht, dass Reiche nicht Reicher werden. Warum denn gibt es immer mehr die Krankenkasse ermässigung brauchen. Im Jahr 2011 hatten wir jeden Monat 4000 Ausgesteuerte ohne die IV abgelehnten und rausgeworfenen. Steuerreform II warum sagt Herr Müller nicht die Wahrheit, es ist doch wahr, dass dem Staat mehr Geld entgeht, als von Br. Merz erzählt, da braucht es dringend eine korrektur, da sich einige schwer bedienen. Was wird da von nur 8 Millarden entgagenen Steuern berichtet. Lügt den Werner Vontobel dieser spricht von 80 Milliaren Steuerausfällen , allein Glencore spart 14.4 Milliaren, von Dividende auf das Wort Lohn ausgetauscht, das ist ein Trick und das unterstützen Sie Herr Müller. Haben wir nicht genug Probleme im Sozialwesen, AHV-IV Arbeitslosen usw. Glauben Sie mit dem Grundeinkommen könnte man Leben, auch wenn es CHF 3000.- wäre müsste man wass dazu Verdienen. Der Soziale Frieden ist auch in der Schweiz in Gefahr.
Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren